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02. Februar 2015

Windows Server 2003 geht in Rente!

Der Extended Support endet für Windows Server 2003 am 14.07.2015.

Nachdem im April des letzten Jahres der Extended Support für Windows XP endete, endet nun auch nach 12 Jahren der Extended Support für die Servervariante von Windows Server 2003. Momentan liegt der Marktanteil von Windows Server 2003 noch bei über 35%. 

Doch was bedeutet nun das Ende des Extended Supports für Windows Server 2003?

  • Microsoft liefert keine Updates mehr aus: Alleine im Jahr 2003 erschienen 37 kritische Updates für den Windows Server 2003/R2, die kritische Sicherheitslücken schlossen. Mit dem Ende dieser Updates werden neue Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Damit stellen Server mit Windows Server 2003 ein hohes Sicherheitsrisiko dar, denn neue Sicherheitslücken werden bleiben für immer offen. Angreifer haben nun unendlich viel Zeit um gezielt auf diese bekanntgewordenen Sicherheitslücken einzugehen und damit Zugriff zu den Systemen zu erlangen. 
  • Anwendungen werden nicht mehr unterstützt: Softwarehersteller werden die Kompatibilität Ihrer Anwendungen nicht mehr für Windows Server 2003 gewährleisten. Das bedeutet, dass diese Anwendungen nicht mehr auf Windows Server 2003 ausgeführt werden können. Dies betrifft nicht nur neue Programme, sondern auch Updates und drängt in vielen Fällen zum schnellen handeln. 
  • Fehlende Zulassung: Besonders im industrielen Einsatz sind Zertifizierungen für diverse Systeme unabdingbar. Mit dem Ende des Extended Supports können viele dieser Zertifizierungen ungültig werden. Damit wird der Betrieb der  Systeme, die eine Zertifizierung benötigen, evtl. nicht mehr möglich sein. 
  • Kein kostenloser technischer Support mehr: Microsoft bietet in vielen Fällen kostenlosen technischen Support für Probleme, die auf deren Produkte zurückzuführen sind, an. Mit dem Ende des Extended Supports steht dieser Service nur noch als kostenpflichtige Variante zur Verfügung. 
  • Geräte-Kompatibilität: Viele Hardware-Hersteller werden keine Windows Server 2003-kompatiblen Treiber mehr für neue Produkte anbieten. Besonders bemerkbar wird sich das z.B. bei Druckern machen. Dies hat zur Folge, dass Drucker entweder gar nicht mehr über den Druckserverdienst im Netzwerk bereitgestellt werden können, oder universelle Treiber eingesetzt werden müssen, die i.d.R. weniger Funktionalität bieten. 

Einfach auf ein neues System wechseln?

Ein Wechsel gestaltet sich oft nicht trivial und sollte genau geplant werden. Des Weiteren gibt es bei den Small Business – Varianten z.B. kein ähnliches Produkt mehr. Währen man mit Windows Server 2003 Small Business Premium für vergleichsweise wenig Geld den Microsoft Windows Server 2003, Microsoft Exchange Server und den Microsoft SQL-Server erwerben konnte, ist das mit aktuellen Produkten nicht mehr möglich, da Microsoft diese Pakete nicht mehr anbietet. Entweder es werden sämtliche Lizenzen einzeln erworben, oder man nutzt Microsoft Cloud Services wie z.B. Microsoft Exchange Online. 

Mit einem Wechsel auf ein neues Server-Betriebssystem ergeben sich allerdings auch viele Vorteile. Unter Anderem gehören hierzu z.B. zahlreiche Funktionen, die Microsoft in die neuen Serverversionen implementiert hat. Schließlich sind 12 Jahre in der IT nicht gerade wenig.